Kastration der Katze





Jahr für Jahr werden in Deutschland mehrere Millionen Katzen geboren. Viele von ihnen sind unerwünscht und werden bereits kurz nach der Geburt ertränkt, erschlagen oder in Mülltonnen "entsorgt", obwohl dies nach dem Tierschutzgesetz verboten ist. Diejenigen, die dieses Schicksal nicht ereilt, müssen ihr Leben oft als Streuner fristen, immer in der Gefahr, von Jägern abgeschossen oder im Straßenverkehr überfahren zu werden. Viele Katzen gehen an Hunger, Kälte und Krankheiten langsam zugrunde. Mehrere tausend Katzen werden jährlich in den Tierheimen abgegeben. Durch die geringe Nachfrage ist die Weitervermittlung oft sehr schwierig. Die einzige Möglichkeit, dieses Elend zu verhindern, ist die Kastration.


Katzen sind äußerst fruchtbare Tiere: Kätzinnen werden in einem Lebensalter zwischen sechs und zehn Monaten geschlechtsreif, bei Katern tritt die Geschlechtsreife zwischen dem sechsten und achten Lebensmonat ein. Die Hauptfortpflanzungszeit liegt im Frühjahr und im Herbst. Bei ungestörter Fortpflanzung können Katzen aber auch bis zu dreimal pro Jahr Nachwuchs bekommen. Die Anzahl der Jungtiere je Wurf liegt in der Regel zwischen vier und acht Welpen.


Die Empfängnisbereitschaft einer Katze kündigt sich mit der Rolligkeit an, die etwa vier Tage dauert. Durch ausdauerndes Geschrei, Unsauberkeit und deutlichem Animierverhalten signalisieren die Katzen den Katern ihre Paarungsbereitschaft. Katzen, die Freigänger sind, finden immer einen "Liebhaber". Der Erfolg des kurzen Liebesspieles stellt sich unweigerlich nach ca. 60 Tagen mit der Geburt der Jungtiere ein, denn bei rolligen Katzen erfolgt der Eisprung zwangsläufig mit dem Deckakt. Bereits zwei Wochen nach der Geburt der Welpen können Katzen wieder trächtig werden. Kommt es nicht zur Paarung, z.B. weil die Katze ausschließlich in der Wohnung gehalten wird, wiederholt sich die Rolligkeit alle 10 Tage.


Geschlechtsreife Kater führen ein unstetes Leben. Besonders im Frühjahr und im Herbst durchstreifen Freigänger ihre Reviere auf der Suche nach paarungswilligen Katzen. Gerade in dieser Zeit sind Kater wegen des Autoverkehrs besonders gefährdet. Die Grenzen ihrer Reviere markieren sie durch ein übelriechendes Sekret, das mit dem Harn verspritzt wird.


Zum Wohl der Katzen ist der Fortpflanzungstrieb und die unkontrollierte Vermehrung zu verhindern. Der beste Weg ist die Kastration!


Beim Kater werden die Hoden, bei der Kätzin die Eierstöcke, manchmal auch die Gebärmutter, entfernt. Durch moderne Operationstechniken und Narkoseverfahren ist das Risiko der Operation sehr gering. Für die meisten Tierärzte eine Routine, die nur wenige Minuten in Anspruch nimmt. Auch für die Tiere ist dieser Eingriff völlig unproblematisch: die wenig Zentimeter große Wunde heilt innerhalb weniger Tage ab, so daß die meisten Katzen schon nach kurzer Zeit wieder toben können.





Lassen Sie Ihre Katze oder Ihren Kater kastrieren!

Sie erleichtern nicht nur Ihrem Tier das Leben, sondern leisten gleichzeitig einen direkten Beitrag zur Bekämpfung des Katzenelends. Überzeugen Sie auch andere Katzenbesitzer von der Notwendigkeit und den Vorteilen einer Kastration.

Sonderveröffentlichung "Bund gegen Mißbrauch der Tiere"